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MINT Berufsaspirationen von Fünfzehnjährigen

Anastasia Doroganova, Wissenschaftliche Mitarbeiterin TUM

Das Promotionsprojekt beschäftigt sich mit MINT Berufsaspirationen von Fünfzehnjährigen und untersucht dieses Thema anhand von zwei Teilstudien.

Die erste Teilstudie untersucht, realistische bzw. unrealistische Berufsaspirationen von Jugendlichen. Sie geht der Frage nach, inwiefern die beruflichen Aspirationen von Fünfzehnjährigen ihre akademischen Aspirationen widerspiegeln. Die theoretische Grundlage für die erste Teilstudie bildet die Social Cognitive Career Theory (nach Robert W. Lent et al.), sowie die Career Development Theory (nach Donald E. Super). Aus diesen Theorien werden Merkmale von Jugendlichen abgeleitet, die berufliche Aspirationen beeinflussen wie z.B. das Interesse an Naturwissenschaften und die naturwissenschaftliche Leistung. Es wird analysiert, wie diese Merkmale mit der Diskrepanz bzw. der Übereinstimmung zwischen beruflichen und akademischen Aspirationen zusammenhängen. Mithilfe einer Latenten Profilanalyse sollen Gruppen von Jugendlichen identifiziert werden, die zum einen beschreiben, ob ihre Berufsaspirationen realistisch bzw. unrealistisch sind und zum anderen wie die aus der Theorie abgeleiteten Merkmale der Jugendlichen ausgeprägt sind. Die Analysen werden mit den nationalen Daten aus Deutschland von PISA 2015 durchgeführt.

Die zweite Teilstudie untersucht die Rolle von Berufsberatung für die Entwicklung realistischer Berufsaspirationen im internationalen Vergleich. Exemplarisch werden Deutschland und Kanada herausgegriffen, da beide Staaten unterschiedliche Ansätze bei der Implementierung der Berufsberatung im Schulsystem verfolgen. Diese unterschiedlichen Ansätze werden im Zusammenhang mit realistischen bzw. unrealistischen Berufsaspirationen von Jugendlichen betrachtet. Zur Beantwortung der Fragestellung werden Daten aus PISA 2018 analysiert.

Betreuerinnen: Prof. Dr. Kristian Reiss, Prof. Dr. Anja Schiepe-Tiska

Kontakt

089 289 28274 zib.edu@sot.tum.de