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PISA
20. Januar 2026
Internationale Studie zu globaler Kompetenz von Schüler*innen
Was beeinflusst das Verhalten Jugendlicher im Umgang mit globalen Herausforderungen?
Globale Herausforderungen wie Armut und Klimaschutz betreffen Menschen weltweit. Um diese Problemlagen international zu bewältigen, braucht es globale Kompetenz – das heißt die Fähigkeit, globale Themen zu verstehen, einzuordnen und verantwortungsbewusst zu handeln. Wie gut junge Menschen entsprechend auf globale Krisen vorbereitet sind, entscheidet sich auch in der Schulbildung. In einer aktuellen Studie haben sich Bildungsforscher*innen deshalb anhand von PISA-2018 Daten mit den Einflussfaktoren auf das globale Kompetenzverhalten von Jugendlichen befasst.
Die Studie untersucht die Rolle von naturwissenschaftlichem Wissen, persönlichen Einstellungen und Werten der Schüler*innen für deren Verhalten im Umgang mit globalen Herausforderungen. Dafür haben die Forschenden der Technischen Universität München (TUM), Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und RPTU Kaiserslautern-Landau PISA 2018-Daten von rund 300.000 Schüler*innen aus 52 teilnehmenden Ländern ausgewertet.
Globale Kompetenz in PISA 2018
In der PISA-Studie von 2018 wurde globale Kompetenz („global competence“) als innovative Domäne erfasst. Gefragt wurden die Schüler*innen nach ihrem selbst eingeschätzten Wissen und ihren persönlichen Einstellungen zu globalen Themen. Ein weiterer Aspekt war das entsprechende Verhalten der Fünfzehnjährigen, zum Beispiel durch umweltbewusste Entscheidungen im Alltag oder den respektvollen Umgang mit Menschen unterschiedlicher Herkunft (s. auch OECD-Darstellung im Bild). Diese Domäne bildete zusammen mit der naturwissenschaftlichen Kompetenz die Datengrundlage für die aktuelle Studie.
Haltung und persönliche Einstellungen sind zentral
Ein überraschender Befund: Naturwissenschaftliches Wissen zeigt sich in der Studie nicht als zentraler Einflussfaktor für global kompetentes Verhalten von Jugendlichen. Vielmehr deutet die Studie darauf hin, dass die globale Handlungsfähigkeit der Schüler*innen maßgeblich von ihrer Haltung und ihren Einstellungen gegenüber Themen wie Umweltschutz und Armut abhängt. Ein vor allem auf Faktenwissen basierender Unterricht reicht folglich nicht aus, um junge Menschen gut auf die Herausforderungen einer globalen Welt vorzubereiten
Die Ergebnisse legen nahe: Bildung sollte sich nicht nur auf die Vermittlung von Wissen konzentrieren, sondern ganzheitliche Aspekte, wie die Haltung und die Einstellungen von Jugendlichen zu globalen Herausforderungen in der Schule, thematisieren.