Die Schüler*innen lösen die Aufgaben zum Lernen in der digitalen Welt (LDW) mit dem Teilbereich Modellbasiertes Problemlösen in einer interaktiven, digitalen Umgebung, in der sie verschiedene Tätigkeiten ausführen müssen. Da die Jugendlichen unterschiedliches Vorwissen mitbringen, besteht jede Aufgabe aus mehreren Phasen.
In der Einführungsphase erfahren die Schüler*innen, welche Ziele die Aufgabe verfolgt. Zudem erläutert sie den Themenbereich und die Art des Problems, das zu lösen ist. In dieser Phase werden den Schüler*innen auch Aufgaben gestellt, mit denen ihr Vorwissen erhoben wird. Denn nur, wenn das Vorwissen bekannt ist, kann beurteilt werden, welchen Lernzuwachs die Schüler*innen erfahren. In dieser Phase stellen sich auch die virtuellen Tutor*innen vor, welche die Jugendlichen durch die Aufgaben begleiten.
In der Lernphase lösen die Schüler*innen Übungsaufgaben, die den eigentlichen Testaufgaben sehr ähnlich sind. Dabei lernen sie den thematischen Zusammenhang der Aufgaben kennen, zum Beispiel verschiedene Faktoren, die ein Ökosystem beeinflussen. Gleichzeitig üben sie bestimmte Fähigkeiten ein, die sie in der späteren Anwendungsphase benötigen. Ein Beispiel hierfür ist die Fähigkeit, verschiedene Faktoren zueinander in Bezug zu setzen, um zu verstehen, wie sie gemeinsam auf ein Ökosystem wirken.
Die Anwendungsphase bildet die eigentliche Testphase. Hier wenden die Jugendlichen die zuvor eingeübten Fähigkeiten auf neue Szenarien an. Das kann bedeuten, dass für ein Ökosystem in der Anwendungsphase andere Faktoren als in der Lernphase ausgewählt werden, um ihren gemeinsamen Einfluss zu überprüfen. Hierbei stehen ihnen weitere Informationen im System zur Verfügung.
Sowohl nach der Lern- als auch nach der Anwendungsphase durchlaufen die Schüler*innen eine kurze Reflexionsphase, in der sie Fragen dazu beantworten, wie sie ihre eigene Leistung bei der Aufgabe beurteilen, wie viel Mühe sie sich gegeben haben und wie sie sich dabei gefühlt haben. Auf diese Weise wird das selbstregulierte Lernen erfasst.